
Worauf achtet ein Käufer bei der Übernahme eines Unternehmens?
Die Übernahme eines Unternehmens ist eine komplexe und strategisch bedeutende Entscheidung. Potenzielle Käufer sehen sich mit einer Vielzahl betriebswirtschaftlicher, rechtlicher und finanzieller Fragen konfrontiert. Vom Käufertyp über die Transaktionsstruktur bis hin zur Unternehmensbewertung und Finanzierungsstrategie – jeder Schritt erfordert sorgfältige Vorbereitung und Fachwissen. Besonders im Rahmen einer Nachfolge im Unternehmen oder beim gezielten Kauf bestehender Firmen ist ein fundiertes Verständnis der zugrunde liegenden M&A-Mechanismen essenziell.
In diesem Beitrag erfahren Sie, worauf Käufer achten, welche Transaktionsformen üblich sind, wie sich der Unternehmenswert ermitteln lässt und wie Sie eine Übernahme nachhaltig finanzieren können – inklusive der wichtigsten Begriffe aus dem Bereich Mergers & Acquisitions (M&A) sowie gezielter SEO-relevanter Inhalte zu Themen wie Firmenverkauf, Firmen kaufen, Betrieb zu verkaufen, Angebote Unternehmensverkäufe, Unternehmensbörse und mehr.
1. Käufertypologie: Wer übernimmt ein Unternehmen?
Ein zentraler Aspekt in jedem Unternehmensverkaufsprozess ist die Einordnung potenzieller Käufer. In der Praxis unterscheidet man zwischen internen und externen Käufern:
Interne Käufer
-
Familieninterne Nachfolge: Übergabe an ein Familienmitglied, meist im Rahmen der Generationennachfolge.
-
Management-Buy-out (MBO): Übernahme durch das bestehende Management oder leitende Mitarbeitende.
Externe Käufer
-
Management-Buy-in (MBI): Externe Unternehmer oder Manager erwerben ein Unternehmen und übernehmen die Geschäftsführung.
-
Strategische Investoren: Unternehmen, die durch Zukäufe Marktanteile ausbauen, Synergien realisieren oder Wertschöpfungsketten erweitern wollen.
-
Finanzinvestoren: Private Equity-Firmen oder Family Offices, die über Beteiligungskapital einsteigen, um den Unternehmenswert zu steigern (Value Creation) und mittelfristig einen Exit anzustreben.
Diese Käufergruppen suchen gezielt nach Angeboten zum Kauf von Firmen, z. B. über eine Unternehmensbörse wie firmenzukaufen.de – anonym, effizient und zielgerichtet.
2. Transaktionsstruktur: Share Deal vs. Asset Deal
Die rechtliche Ausgestaltung der Transaktion ist entscheidend für Haftung, steuerliche Implikationen und den Kaufpreis.
Asset Deal (Vermögensübertragung)
Beim Asset Deal werden einzelne Wirtschaftsgüter – also Vermögenswerte und Verbindlichkeiten – übernommen. Diese Form ist typisch bei der Firmenübernahme von Einzelunternehmen oder Personengesellschaften. Der Käufer erwirbt gezielt operative Bestandteile des Unternehmens.
Share Deal (Anteilskauf)
Beim Share Deal übernimmt der Käufer Anteile (z. B. GmbH-Geschäftsanteile oder Aktien) und wird damit Gesellschafter der juristischen Person. Diese Form ist gängig bei Kapitalgesellschaften und reduziert den organisatorischen Aufwand, da sämtliche Verträge und Strukturen bestehen bleiben.
Due Diligence, also die sorgfältige Prüfung der rechtlichen, steuerlichen, finanziellen und operativen Verhältnisse, ist in beiden Fällen unverzichtbar. Sie dient der Risikoanalyse und beeinflusst maßgeblich den Kaufpreis sowie die vertraglichen Garantien (Representations & Warranties).
3. Unternehmensbewertung: Substanz, Ertrag und Zukunftspotenzial
Ein wesentlicher Schritt bei jeder Firmenübernahme ist die fundierte Unternehmensbewertung. Diese erfolgt in der Regel durch externe Berater unter Anwendung standardisierter Verfahren, z. B.:
-
Ertragswertverfahren: Zentrale Bewertungsmethode in der Praxis. Hierbei wird der Unternehmenswert auf Basis der nachhaltig erzielbaren Überschüsse abzüglich eines kalkulatorischen Unternehmerlohns und unter Einbezug eines Kapitalisierungszinssatzes berechnet. Es stellt die Basis zur Ermittlung des Unternehmenswerts dar.
-
Discounted Cash Flow (DCF): Kapitalwertmethode, bei der zukünftige Zahlungsströme (Free Cashflows) diskontiert werden.
-
Multiplikatorverfahren (Marktwertorientiert): Vergleichswertverfahren, bei dem EBITDA-, EBIT- oder Umsatz-Multiples herangezogen werden – insbesondere bei stark standardisierten Branchen relevant.
Wichtig: Frühere Gewinne sind kein zuverlässiger Indikator für den tatsächlichen Wert. Vielmehr interessiert sich der Käufer für zukünftige Ertragspotenziale und Wachstumschancen. Plattformen zur Firmenbewertung berechnen unterstützen bei der strukturierten Herleitung des Unternehmenswerts – insbesondere für Käufer, die ein bestehendes Unternehmen kaufen oder eine Firmenbeteiligung erwerben möchten.
4. Finanzierung der Firmenübernahme: Eigenkapital, Fremdkapital und hybride Modelle
Die Kapitalbeschaffung stellt für viele Käufer eine der größten Herausforderungen dar. Neben klassischen Bankfinanzierungen und Eigenmitteln existieren folgende Instrumente:
-
Eigenkapital: Notwendig für die Bonität und als Signal persönlichen Engagements.
-
Bankkredite: Über die Hausbank oder Förderinstitute (z. B. KfW).
-
Mezzanine-Kapital: Mischform aus Eigen- und Fremdkapital, z. B. stille Beteiligungen.
-
Earn-Out-Regelungen: Teil des Kaufpreises wird abhängig vom künftigen Unternehmenserfolg gezahlt.
-
Verkäuferdarlehen: Der Verkäufer gewährt ein nachrangiges Darlehen als Teil der Finanzierung.
-
Private Equity / Venture Capital: Beteiligung durch externe Investoren – vor allem bei Wachstumsunternehmen.
Bei ausreichender Strukturierung und professioneller Beratung zum Unternehmensverkauf lassen sich häufig hybride Modelle aus Eigenkapital, Bankkrediten und Verkäuferfinanzierungen realisieren.
5. Erfolgsfaktoren und Risiken bei der Übernahme
Neben der ökonomischen Analyse spielen folgende Erfolgsfaktoren eine Schlüsselrolle:
-
Kulturelle Passung (Cultural Fit): Integration von Mitarbeitern, Werten und Führungsstilen.
-
Integration Management: Planung und Umsetzung operativer Übergangsprozesse (Post-Merger Integration).
-
Vertragsgestaltung: Klare Regelungen zu Kaufpreis, Garantien, Wettbewerbsverbot, Haftung etc.
-
Kontinuität der Kundenbeziehungen und Bindung von Schlüsselpersonal.
Eine sorgfältige Transaktionsstruktur, gepaart mit professioneller Unterstützung – z. B. durch M&A-Berater, Steuerberater oder Rechtsanwälte – kann entscheidend zum Erfolg der Firmenübernahme beitragen.
Fazit: Mit Strategie zur erfolgreichen Unternehmensnachfolge
Ob Sie als strategischer Käufer, Investor oder Nachfolger einsteigen: Der Erwerb eines Unternehmens ist stets eine anspruchsvolle, aber lohnenswerte Aufgabe. Wer eine Firma kaufen, eine Unternehmensbeteiligung erwerben oder einen Betrieb übernehmen möchte, sollte sich intensiv mit Bewertungsverfahren, Finanzierungsmöglichkeiten und Transaktionsmodellen auseinandersetzen.
Die Plattform firmenzukaufen.de bietet Ihnen Zugang zu anonymisierten Angeboten zum Firmenverkauf, Tools zur Unternehmensbewertung nach dem Ertragswertverfahren sowie umfassende Informationen rund um Firmenübernahmen, Nachfolge im Unternehmen und Beratung beim Unternehmensverkauf. Nutzen Sie unsere Expertise, um passende Firmen Nachfolger zu finden, eine Firma zu verkaufen oder ein bestehendes Unternehmen zu kaufen – strukturiert, diskret und zukunftsorientiert.